Non si fá! (das tut man nicht!)

Es gibt eine Menge an Fettnäpfchen in Italien. Wir erleben immer wieder, dass Touristen nicht nur in selbige steigen sondern eher, um bei diesem Bild zu bleiben, Anlauf und Arschbombe bevorzugen. Daher möchten wir so die Wichtigsten davon beim Restaurantbesuch vorstellen,

Sempre fare una bella figura

Es ist für Italiener sehr wichtig, immer eine gute Figur zu machen, sich keine Blöße zu geben. Es gibt so einige Verhaltensregeln, die zu befolgen sind, wenn man in einem Ristorante ernst genommen werden will. Einige davon möchte ich hier umreißen.

Kleidung

Italiener erwarten eine angemessene Kleidung. So wie es passieren kann, dass sie aus einer Kirche gewiesen werden, wenn Sie dort mit kurzer Hose und mit unbedeckten Schultern auftauchen, kann es durchaus sein, dass in einem Restaurant plötzlich kein Tisch mehr für Sie vorhanden ist weil der Cameriere ihren Auftritt als Respektlosigkeit empfindet.

Beine in kurzen Hosen
Gedeckte Tische

Tisch auswählen im Restaurant

Bei uns ist es üblich, sich in einem Restaurant einfach an einen freien Tisch zu setzen, wenn nicht gerade ein „Reserviert“-Schild aufgestellt ist. In Italien wird dem Gast vom Cameriere ein Tisch zugewiesen.

Wir haben es in Bolsena erlebt, dass Touristen, die sich einfach an einen Tisch setzten, wieder weggeschickt wurden, weil kein Tisch frei sei. 5 Minuten später wurde Gästen, die nach einem Tisch fragten, problemlos ein Tisch zugewiesen.

Trinkgeld und Rechnung

Trinkgeld ist meist in der Rechnung inbegriffen und braucht also nicht extra bezahlt zu werden. Was gerne gesehen wird, wenn ein wenig Wechselgeld einfach am Tisch liegen gelassen wird beim gehen. Das gilt sowohl für Restaurants als auch für den schnellen Caffé zwischendurch. Also einfach eine kleine Münze zurücklassen auf der Untertasse. Ach ja, Rechnung: Es ist üblich pro Tisch gemeinsam zu bezahlen. Nachher wird aufgeteilt. Es wird in Restaurants als unangebracht und als Zeitdiebstahl empfunden, den Kellern damit zu belästigen, eine Tischrechnung wieder zu zerlegen.

Il conto, per favore

einige Scheine und Münzen

due caffé per favore

2 Espressotassen an der Maschine

Cappuccino

Und jetzt zum Schluss das absolute No go. Bestellen Sie bitte nie, nie, absolut niemals nach dem Mittagessen  einen Cappuccino oder Latte Macchiato. Non si fa! Diese Caffè-Varianten werden nur am Vormittag getrunken. Als Abschluss nach dem Essen bestellt man un caffé (=Espresso), Ristretto (ein besonders kurzer Espresso), einen „caffé corretto“ (korrigierter Caffe, also mit Grappa, Cognac oder etwas Gleichwertigem), einen Amaro (Magenbitter wie Ramazzotti, Averna odgl.), einen Amaretto oder auch einen Limoncello (Zitronenlikör). Aber niemals einen Cappuccino.

Im Besten Fall wird über Sie gelächelt. Im schlechtesten Fall, den wir bereits erlebten, lehnt der Cameriere Ihre Bestellung mit dem Hinweis „non si fa“ einfach ab.

Als Buchtipp ein sehr humorvolles Buch, welches die Eigenheiten der Italiener wunderbar erklärt. Beppe Severgnini, Kolumnist für den CORRIERE DELLA SERA und 2004 zum »Europäischen Journalisten des Jahres « gewählt,nimmt augenzwinkernd seine Landsleute aufs Korn.

Italienische Mentalität und Lebensart wird hier pointiert und witzig erklärt und näher gebracht.

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